Sonntag, 2. März 2008

Klagemauer Numero vier

Rinpötscherls Archiv hat noch eine wundervoll maurige Klagemauer hergegeben die ich nicht zurückhalten will. Diese KLagemauer ist anscheinend namenlos.
@bon: naaa, schöne maurige Mauer, gell?? Läd uns doch förmlich zum Klagen ein...
Klagemauer 4

Mittwoch, 27. Februar 2008

Habe Klagemauer Nr. drei gefunden

Bitte hier nachgucken:
http://lyricgallery.twoday.net/stories/2533671/

Klagemauer zwei vom rinpötscherl: VOILA, "KLAG GABLE"!

Klag Gabel

Dienstag, 26. Februar 2008

Sammle Klagemauern

Klagemauer eins

Hier meine erste Klagemauer. Ich hoffe darauf, dass es mehr werden. Kleine, große, hübsche, häßlich, welche aus Stein, Beton, Holz, Plaste und Elaste oder woraus auch immer. Schickt sie mir, gebt sie mir, verratet mir wo ich sie finde. Ich sammle seit Jahren Zuckertüten, das hat sich ziemlich totgelaufen. Jetzt werde ich es mit Klagemauern versuchen. Später mache ich vielleicht eine kleine Kunstausstellung mit der Beratung von bonanzaMargot und rinpötscherl.
@bon: weg vom Fenster verflixt!

Montag, 25. Februar 2008

Sonnensuche und Klagemauer

Das war ein Absturz heute nach dem Frühlingstag gestern. Kalte graue Wolken, keine Fünklein Sonnenlicht. Der Körper mochte die neue Wetterlage auch nicht. Trotzdem aufgestanden und begonnen den Berg an Aufgaben abzuwickeln. Schön aufgepasst, nicht auf die raushängende Zunge zu treten.
Jetzt ist schon bald Abend und ich habe nicht das Gefühl, irgendetwas geschafft zu haben. Und das obwohl ich den ganzen Tag auf Achse bin. Das Kopfweh und die Müdigkeit sind schlimmer geworden und ich begreife gar nicht, warum man versessen sein kann auf ein möglichst langes Leben. Soooo lustig ist das ja auch wieder nicht.
Himmel hilf... Was für eine Larmoyanz. Das ist gekonntes Jammern auf sehr hohem Niveau.
Ich geh dann schon mal los und hole mir ein paar Steine, Mörtel, eine Kelle und ein Senkblei. Baue mir jetzt hier meine eigene Klagemauer. Jawoll. Kann ja dann Andere einladen, an dieser Mauer ein bissl mitzuklagen.
Duck und weg in den Baumarkt.

Sonntag, 25. November 2007

In die offene Hand...

Manchmal bekomme ich Worte geschenkt. Fallen mir in die offenen Hände, die ich zu einer Schale zusammenfüge.
Kürzlich die alte Frau die zu ihrer Freundin im Schlagsahnewahnsinnscafé einen Satz sagte in dem das Wort "Liebesleben" vorkam. Den Rest habe ich vergessen, nicht aber die Art und Weise wie sie beim Aussprechen des Wortes die Lippen kräuselte, so, dass noch einmal so viele Fältchen entstanden wie zuvor. Sie lächelte, etwas blitzte auf in ihren Augen, die geröteten Lider strafften sich nach oben und ich hatte den Eindruck, sie küsse die Luft zwischen sich und jemandem der schon lange nicht mehr da ist.
Das verliert sich also nie, dachte ich und fühlte mich ein bißchen getröstet.
Deswegen bleibe ich weiter eine Wortsucherin, Wortjägerin, Wortgräberin. Worte machen mich Hoffen und Harren und bestimmt auch manchmal zum Narren. Das schadet mir nicht, ich habe gelernt, mein Schellenkostüm und die Maske mit dem Trottelgesicht mit einiger Würde zu tragen.
An dieser Stelle möchte ich allen Menschen danken die mir hier auf diesem Blog (und nicht nur hier) Worte schenken. Worte, Sätze, Texte, Gedichte. Sie nähren mich damit, kleiden mich warm oder luftig - je nach Bedarf und sie machen, dass ich immer wieder Lust habe weiter zu atmen, weiter zu schreiben. Mich fortzuschreiben von hier nach da. Sogar im November.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Worte sind unzuverlässig

Meine Freunde die Worte sind ein unzuverlässiger Haufen. Speziell wenn sie auf die Ohren von anderen Menschen treffen scheinen sie hin und wieder zur Gänze aus dem Ruder zu laufen. Oft kann man nicht mehr nachvollziehen, ob es die Worte oder die Ohren waren - am Ende steht jedenfalls ein Mißverständnis.
Was tun? Den Schnabel halten, denke ich manchmal. Rückzug auf der ganzen Linie. Vielleicht noch ein paar Romane unter Pseudonym veröffentlichen (von irgend etwas muß man ja schließlich leben), aber ansonsten schieres Schweigen.
Dann ist da aber immer noch mein Bedürfnis nach Reflektion, nach Echo. Ob auch die Berge die Rufer brauchen denen sie Echo sind? Ich bin viel besser dran. Kann Rede und Antwort stehen und kann neue Worte suchen - immer mit dem Risiko, wieder nicht verstanden zu werden.
Aber die Worte will ich mir nicht abspenstig machen lassen. Mögen sie auch eine halsstarrige Bande sein, ein unzuverlässiger Haufen, eine intrigante Schar, Bastarde, deren Zugehörigkeit niemals klar zu erkennen ist - meine Freunde sind sie dennoch, die Worte. Und Mißverständnisse sind besser als Schweigen.

Auf der anderen Seite

Falls irgendjemand noch nicht Fatih Akins neuen Film gesehen hat. Abmarsch ins Kino. Dann hat sich auf jeden Fall ein WEg in diesem Jahr gelohnt!

Schlappe Tage

Herbstwärts gerichtet die gerötete Rotznase. Kreischbunter Wind prügelt letzte Blätter vom wilden Wein; Die verenden blutrot und klaglos in einer Hofecke.
Katze sitzt griesgrämig vor der Tür, die Sonne kann sie nicht mehr beeindrucken.
Sie lauscht den Sturmworten. Letzte Zucchinis vom Busch geschnitten. Daumendick, daumenlang. Mein Daumen, kein Männerdaumen. Aber sie werden in die Pfanne wandern.
Dann ein Feuerchen im Ofen. Abends bei einem roten Wein (so wild und blattlos) vor dem verglasten Herdfeuer den Herbst bestreiten, dem Winter kein Recht einräumen an meinen Tagen und Nächten. Zutritt verweigern der Welt. Sturmglocken läuten den Winterschlaf ein. Kahle Wunschträume. Ich werde mich durchfrieren bis zum nächsten Frühling. Im Schneeglöckchengeläut aufwachen. Tataaaaa.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Donnerstage und der Lehmbruch von Hingstenbuck

Hingstenbuck hat einen kleinen Lehmbruch und ich habe Donnerstage.
In Hingstenbuck konzentrierte sich immer alles was schiefging, in Verwicklungen endete oder zumindest ein Riesendurcheinander auslöste auf den Lehmbruch, bei mir konzentriert sich oben Genanntes auf Donnerstage. Ich weiß nicht warum. Dienstage sind auch irgendwie komisch, aber Donnerstage haben es in sich. Termine die sich überschneiden, weil ich einen von ihnen vergessen habe. Abendliche Veranstaltungen die am Morgen schon ihre Schatten voraus werfen und meine Energiestände um diese Tageszeit unberücksichtigt lassen.
Der Tee schmeckt nicht gut an Donnerstagen und die Vögel fliegen so tief, dass man beim Weg über den Hof in Deckung gehen muß. Die Katze hat schlechte Laune und der Staubsauger kauert in der Ecke als wolle er mich jeden Moment anfallen. Donnerstage sind Schwarzwaldtorte mit Ölsardinen.
Meinen Terminkalender für Freitag habe ich noch nicht in Augenschein genommen. Heute denke ich, dass es nicht viel schlimmer kommen kann. Morgen könnte mich die nackte Realität schon eines Besseren oder Schlechteren belehren. Zwecklos also, sich aufzuregen. Ich werde mich dem PANTA REI hingeben und das Beste hoffen. Aufrecht von Fettnapf zu Fettnapf und Ruhepausen zwischen allen Stühlen! Warum auch nicht, immer noch besser als gelben Schnee zu essen (von wem ist dieses Zitat eigentlich?)

Sonntag, 23. September 2007

7 Schnecken

Im Regen krochen 7 Schnecken
am Rand von einem Wasserbecken.
Die erste klomm auf einen Stein
und stürzte sich ins Wasser rein.
Die zweite sprach: „Was die wohl sucht
am Grund des Tümpels?“ und versucht
es gleich der ersten nachzutun -
Sie möge dort in Frieden ruhn.
Auch Nummern 3, 4, 5, und 7
Sind dort am Rande nicht geblieben.
Nur Nummer 6 ist noch am Leben,
sie blieb am Schleim der andern kleben

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